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Airbus liefert heute den 10.000sten Jet aus

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by October 13, 2016 General

TOULOUSE. Den Jubiläums-Flieger kauft Singapore Airlines.

Airbus liefert heute den 10.000sten Jet aus

Ein A350 steht heute im Mittelpunkt bei der Feier in Toulouse. Bild: EPA

Bei Europas Flugzeugbauer Airbus knallen heute die Champagner-Korken. Mit der Auslieferung der 10.000sten Maschine steht heute in Toulouse ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des europäischen Luftfahrtkonzerns an. “Es wird ein sehr spezieller Tag für uns sein”, sagte gestern Airbus-Sprecher Stefan Schaffrath in Toulouse. Seit Wochen laufen bereits die Vorbereitungen für dieses Jubiläum. Als vor mehr als 42 Jahren der erste Airbus aus der Produktionshalle rollte, war kaum zu ahnen, dass jemals die Nummer “10.000” auf der Kabine eines Jets stehen würde. Damals noch als hoffnungsfroher, aber arg belächelter deutsch-französischer Unternehmensverband, hatte der heutige Weltkonzern am 10. Mai 1974 seine erste Maschine, einen A300B2, an Air France übergeben. Zwischen den beiden Daten steht eine stürmische Entwicklung. Airbus brach nicht nur die Dominanz des US-Konkurrenten Boeing, sondern erregte auch oft mit technischen Neuerungen Aufsehen in der Luftfahrtbranche.

Vor den Augen der Weltpresse werden diese Meilensteine bei der feierlichen Übergabe des Jubiläums-Jets, eines A350XWB für Singapore Airlines, mit viel Pomp gewürdigt werden. Der Großraumjet A350 gilt als Trendsetter, die asiatische Airline als treuer Stammkunde. Sie kaufte auch den ersten A380 und stand damit schon einmal an vorderster Linie bei einem dieser Meilensteine.

Flaue Nachfrage beim A380

Mit dem A380 sollte die Dominanz der Boeing 747 bei den ganz großen Fliegern gebrochen werden. Doch diese Giganten am Himmel sind nicht mehr so gefragt wie früher. Fluggesellschaften wollen derzeit eher mittelgroße Langstrecken-Jets.

Die Folge: Prall gefüllte Auftragsbücher für kleinere Passagierjets stehen bei Airbus einer schleppenden Nachfrage nach seinen A380 gegenüber. Auch wenn Airbus mit Verweis auf die großen, überfüllten Drehkreuze deren Nutzen betont, sie entwickeln sich derzeit zum Ladenhüter. Im Juli hatte Airbus wegen der schwachen Nachfrage nach dem Riesenflieger daher eine Produktionskürzung beschlossen.

Auch wegen der Turbulenzen um den Militärtransporter A400M oder aktuell einem stornierten polnischen Hubschrauber-Auftrag hat der Konzern derzeit viel Wind von vorne. “Aber das macht eben auch eine der Stärken von Airbus aus”, sagt Wolfgang Donie, Luftfahrtanalyst bei der NordLB. “Das Unternehmen lernt aus seinen Fehlern, auch wenn das Geld kostet.”

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