Skip to Content

Tuesday, September 17th, 2019

Die Wirtschaftsnachrichten des Tages

Closed
by October 14, 2016 General

Die aktuellen Wirtschaftsnachrichten von Freitag, dem 14. Oktober.

Nach Gesprächsabbruch: Hoffen auf neue Chance für Kaiser‘s-Tengelmann

Mülheim/Köln. Auch nach dem Abbruch der Gespräche zu einer Lösung für die angeschlagene Supermarktkette Kaiser‘s Tengelmann gibt es noch Hoffnung auf eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. “Wir gehen noch nicht davon aus, dass die Gespräche zu Ende sind”, sagte eine Verdi-Sprecherin am Freitag in Berlin. Derzeit liefen noch Kontakte zwischen der Gewerkschaft und den Beteiligten, in erster Linie den konkurrierenden Lebensmittelketten Edeka und Rewe. Die Gewerkschaft NGG appellierte an die Beteiligten, “nichts unversucht zu lassen”. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ein Schlichtungsverfahren ins Gespräch gebracht. “Ich finde, man muss auch noch einmal die Idee erörtern, ob nicht ein Schlichter helfen kann”, sagte Gabriel am Freitag in Berlin. Die Kanzlerin und er seien “sehr erschrocken” über das drohende Scheitern der Beratungen gewesen.

Ökostrom-Umlage steigt auf 6,88 Cent – Industrie warnt

Berlin. Verbraucher müssen zur Förderung von Strom aus Windkraft und Sonne wohl auch im nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen. Die sogenannte Ökostrom-Umlage wird von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde angehoben, teilten die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennez und TransnetBW am Freitag mit. Die Umlage zahlen Verbraucher über die Stromrechnung. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, nannte den starken Anstieg der Kosten für erneuerbare Energien ein Alarmsignal. Die versprochene Kostenbremse des Bundeswirtschaftsministeriums sei Wunschdenken. “Energiekosten werden für die Industrie zu einem echten Standortproblem.” Der Handelsverband Deutschland (HDE) forderte eine Reduzierung der Kosten für die Energiewende und eine faire Verteilung der Belastungen.

Ufo droht mit Streik bei deutscher Eurowings

Frankfurt/Düsseldorf. Der Tarifkonflikt mit dem Kabinenpersonal bei der Lufthansa-Tochter Eurowings in Deutschland spitzt sich wieder zu. Die Gespräche am Mittwoch und Donnerstag unter Leitung eines Moderators seien ergebnislos beendet worden, sagte der Tarifexperte der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, am Freitag auf Anfrage. Sollte das Unternehmen ein verbessertes Angebot vorlegen, seien Verhandlungen jederzeit möglich. “Ansonsten bereiten wir Arbeitskampfmaßnahmen vor. Ab spätestens nächster Woche kann es losgehen.” Ein Eurowings-Sprecher betonte, man habe ein verbessertes und attraktives Angebot für einen Vergütungstarifvertrag für die rund 400 in Deutschland arbeitenden Flugbegleiter abgegeben. “Wir sind daher überzeugt, dass wir in Kürze wieder sprechen werden.”

Airbus übergibt 10 000. Flugzeug – Feier in Toulouse

Toulouse. Mehr als vier Jahrzehnte nach seinem Start hat der europäische Flugzeugbauer Airbus seine 10.000. Maschine ausgeliefert. Der Großraumjet des Typs A350 XWB ging an die Fluggesellschaft Singapore Airlines. “Wir sind besonders stolz, diesen Meilenstein mit Singapore Airlines feiern zu können – einem unserer ältesten Kunden und echten Partner”, sagte Konzernchef Tom Enders am Freitag in Toulouse. Airbus kann im Passagierjet-Bereich zwar auf gut gefüllte Auftragsbücher verweisen, ist aber auch mit Problemen konfrontiert. So ist die Nachfrage für das Flaggschiff A380 – den größten Passagierjet der Welt – verhalten. Und die Rüstungssparte des Airbus-Konzerns ringt weiter mit den Dauer-Problemen beim Militärtransporter A400M.

China rettet VW-Verkäufe erneut

Wolfsburg. Ein Jahr nach dem Beginn des Abgas-Skandals blickt der VW-Konzern bei seinen Verkäufen allen Befürchtungen zum Trotz auf eine solide Entwicklung. Die Erklärung ist wie so oft der weltgrößte Pkw-Markt China, wo es brummt und wo die Wolfsburger sehr stark aufgestellt sind – und dort gibt es praktisch keine Diesel. Südamerika, die USA und Russland sind für Volkswagen hingegen schon seit Monaten ein Fiasko. Doch in Summe und getrieben von den satten Zuwächsen im Reich der Mitte nimmt Volkswagen das Schlussquartal 2016 mit einem merklichen Verkaufsplus im Rücken in Angriff: Der Autobauer mit seinen zwölf Marken lieferte im September 947 600 Fahrzeuge an Kunden in aller Welt aus – 7,1 Prozent Steigerung. Nach den ersten neun Monaten 2016 kamen damit inzwischen 7,6 Millionen Fahrzeuge zusammen – 2,4 Prozent Plus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Verkaufszahlen teilte der Autobauer am Freitag in Wolfsburg mit.

Samsung erwartet weitere Milliardeneinbußen durch Smartphone-Debakel

Seoul. Samsung erwartet durch das Debakel mit seinem Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 drastische Gewinneinbußen bis Anfang des nächsten Jahres. Der Smartphone-Marktführer aus Südkorea beziffert jetzt die Belastung für das Betriebsergebnis einschließlich des ersten Quartals 2017 mit umgerechnet mehr als fünf Milliarden Euro. Die Lücke durch den Produktionsstopp des Note 7 im Smartphone-Geschäft hoffen die Südkoreaner mit anderen Modellen im oberen Preissegment ausfüllen zu können. Das Aus des Note 7 könnte den operativen Gewinn des laufenden vierten Quartals und des ersten Quartals 2017 um etwa 3,5 Billionen Won (2,8 Milliarden Euro) verringern, teilte Samsung am Freitag mit. Der Apple-Konkurrent hatte bereits am Mittwoch seine Prognose für das dritte Quartal um ein Drittel von zuvor 7,8 auf 5,2 Billionen Won gekappt – einen Tag, nachdem Samsung das Note 7 endgültig vom Markt genommen hatte.

Computer-Riese HP streicht bis zu 4000 Jobs

New York. Der Hardware-Hersteller HP Inc. reagiert mit einem weiteren Stellenabbau auf die Flaute im Geschäft mit Computern und Druckern. In den nächsten drei Jahren sollen quer durch die Belegschaft 3000 bis 4000 Jobs gestrichen werden, wie Vorstandschef Dion Weisler am Donnerstag bei einer Analystenkonferenz in New York ankündigte. Zuletzt hatte das Unternehmen etwa 50 000 Mitarbeiter. Die genaue Verteilung der Stellen hänge noch von bevorstehenden Outsourcing-Entscheidungen ab, erklärte ein Sprecher. Zu den Auswirkungen auf Deutschland könne HP noch keine Angaben machen. Das Unternehmen äußert sich auch nicht dazu, wie viele Beschäftigte HP Inc. hierzulande noch hat. HP hatte bereits 2015 den Abbau von rund 3000 Arbeitsplätzen angekündigt, der ursprünglich ebenfalls drei Jahre laufen sollte, nun aber zum Abschluss des aktuellen Geschäftsjahres Ende Oktober über die Bühne gehen soll.

Dax-Anleger erleichtert nach Wirtschaftsdaten aus China

Frankfurt/Main. Ermutigende Wirtschaftsdaten aus China haben dem deutschen Aktienmarkt am Freitag Rückenwind gegeben. Der Dax stieg um 1,62 Prozent auf 10.582,28 Punkte. Für die Woche zeichnet sich damit wieder ein Gewinn ab. Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax legte um 1,22 Prozent auf 21.345,47 Zähler zu. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es auch wegen starker Kursverluste der Aktien der Software AG um moderatere 0,44 Prozent auf 1778,90 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 1,80 Prozent. Der Kurs des Euro fiel auf 1,1010 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1038 Dollar festgelegt.

Previous
Next