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Friday, August 23rd, 2019

Fehlende Nachfrage: Airbus produziert noch weniger A380-Riesenjets

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by July 27, 2017 General

Große Hoffnungen hatte Airbus in den A380 gesetzt. Sie drohen zu zerplatzen. Airlines verschmähen den Riesenjet. Jetzt kürzt Airbus seine Produktion erneut und kämpft schon so mit Gewinnrückgängen.

Airbus A380-Modell mit angedachten größeren, abgeknickten Flügelenden

Airbus A380-Modell mit angedachten größeren, abgeknickten Flügelenden

Stück für Stück muss Airbus seine Pläne für den Riesenjet A380 kappen. Fehlende Bestellungen für Flieger zwingen den Luftfahrt- und Rüstungskonzern zu einem weiteren harten Schritt. Ab 2019 sollen jährlich nur noch acht Exemplare des weltgrößten Passagierflugzeugs die Werkshallen verlassen, teilte der europäische Boeing-Rivale mit. Vergangenes Jahr hatte Airbus noch 28 Flieger des Typs A380 ausgeliefert, für 2018 ist bereits eine Kürzung auf zwölf Jets geplant.

Schon ein anderes Flugzeug bringt Airbus in Turbulenzen. Probleme der Triebwerksbauer bringen das Auslieferungsziel des modernisierten Mittelstreckenjets A320neo – dem größten Verkaufsschlager des Konzerns – in Gefahr. Das belastet nun bereits das Konzernergebnis.

Im zweiten Quartal musste Airbus bei Umsatz und Gewinn teils kräftige Rückgänge hinnehmen. Die Erlöse sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 15,7 Milliarden Euro. Der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn (Ebit) schrumpfte stärker als von Analysten erwartet um 27 Prozent auf 859 Millionen Euro. Unterm Strich sank der Überschuss um 34 Prozent auf 895 Millionen Euro. Dazu trugen auch weitere Mehrkosten für den problembehafteten Militärtransporter A400M bei.

Wegen anhaltender Probleme mit Triebwerken seiner Zulieferer stellte Airbus seine Auslieferungsprognose unter Vorbehalt. Das Ziel von 700 ausgelieferten Zivilflugzeugen im laufenden Jahr werde nur erfüllt, wenn die Triebwerkshersteller ihre Zusagen einhielten.

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Fehlende Nachfrage: Airbus produziert noch weniger A380-Riesenjets

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by July 27, 2017 General

Große Hoffnungen hatte Airbus in den A380 gesetzt. Sie drohen zu zerplatzen. Airlines verschmähen den Riesenjet. Jetzt kürzt Airbus seine Produktion erneut und kämpft schon so mit Gewinnrückgängen.

Airbus A380-Modell mit angedachten größeren, abgeknickten Flügelenden

Airbus A380-Modell mit angedachten größeren, abgeknickten Flügelenden

Stück für Stück muss Airbus seine Pläne für den Riesenjet A380 kappen. Fehlende Bestellungen für Flieger zwingen den Luftfahrt- und Rüstungskonzern zu einem weiteren harten Schritt. Ab 2019 sollen jährlich nur noch acht Exemplare des weltgrößten Passagierflugzeugs die Werkshallen verlassen, teilte der europäische Boeing-Rivale mit. Vergangenes Jahr hatte Airbus noch 28 Flieger des Typs A380 ausgeliefert, für 2018 ist bereits eine Kürzung auf zwölf Jets geplant.

Schon ein anderes Flugzeug bringt Airbus in Turbulenzen. Probleme der Triebwerksbauer bringen das Auslieferungsziel des modernisierten Mittelstreckenjets A320neo – dem größten Verkaufsschlager des Konzerns – in Gefahr. Das belastet nun bereits das Konzernergebnis.

Im zweiten Quartal musste Airbus bei Umsatz und Gewinn teils kräftige Rückgänge hinnehmen. Die Erlöse sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 15,7 Milliarden Euro. Der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn (Ebit) schrumpfte stärker als von Analysten erwartet um 27 Prozent auf 859 Millionen Euro. Unterm Strich sank der Überschuss um 34 Prozent auf 895 Millionen Euro. Dazu trugen auch weitere Mehrkosten für den problembehafteten Militärtransporter A400M bei.

Wegen anhaltender Probleme mit Triebwerken seiner Zulieferer stellte Airbus seine Auslieferungsprognose unter Vorbehalt. Das Ziel von 700 ausgelieferten Zivilflugzeugen im laufenden Jahr werde nur erfüllt, wenn die Triebwerkshersteller ihre Zusagen einhielten.

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