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Saturday, November 23rd, 2019

Rio 2016: Phelps scheidet aus und erlebt Kurioses im letzten Rennen

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by August 13, 2016 General

Phelps erlebt Kurioses im letzten Einzelrennen

Rio de Janeiro. Rekordolympiasieger Michael Phelps hat im letzten Einzelrennen der Karriere als Silbermedaillengewinner einen kuriosen Ausgang erlebt. Hinter Olympiasieger Joseph Schooling aus Singapur schlug Phelps zusammen mit dem südafrikanischen Weltmeister Chad le Clos und dem ungarischen WM-Zweiten Laszlo Cseh zeitgleich an. 51,14 Sekunden standen bei dem Trio zu Buche. Schooling war mit 50,39 Sekunden zu schnell für das Feld. Der Hamburger Steffen Deibler war bei den olympischen Schwimm-Wettbewerben über diese Distanz im Vorlauf ausgeschieden.

Phelps beendet nach den Sommerspielen seine gigantische Karriere. Die Lagen-Staffel über 4 x 100 Meter wird am Sonnabend (Ortszeit) der Schlusspunkt. Dort kann er nach 22-mal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze noch eine weitere Medaille gewinnen. In Rio hat er bislang viermal Gold und einmal Silber geholt.

Olympia-Bus mit Schwimmerinnen auf Irrfahrt

Durch die Irrfahrt eines Olympia-Busses sind einige Schwimmerinnen in der Vorbereitung auf ihr anstehendes Rennen im Becken von Rio de Janeiro erheblich gestört worden. Statt zum Schwimmstadion fuhr der Bus mit einigen Starterinnen des zwei Stunden später geplanten 50-m-Freistil-Halbfinales an Bord vom Olympischen Dorf zunächstb einige Zeit in die entgegengesetzte Richtung zur Leichtathletik-Arena.

“Die Emotionen und das Adrenalin waren unglaublich hoch”, berichtete die britische Schwimmerin Fran Halsall über die aufgeregte Atmosphäre unter den insgesamt drei betroffenen Athletinnen im Bus.

Nachdem der Fahrer den Fehler mit großer Verzögerung bemerkt hatte, kehrte der Bus um und erreichte sein ursprüngiches Ziel nur mit erheblicher Verspätung. Der Halbfinal-Lauf mit den Nachzüglerinnen aus dem Bus konnte daher erst am Freitagabend nach den letzten Siegerehrungen des Tages gestartet werden.

Als Grund für die Irrfahrt nannte ein Sprecher aus dem Organisationsteams der olympischen Schwimm-Wettbewerbe einen Kommunikationsfehler. Halsall gewann trotz der Aufregungen im Vorfeld ihr Halbfinale und qualifizierte sich als Viertbeste für den Endlauf.

“Die Chefin” muss sich Olympia beugen

Olympische Medaillen für Deutschland und der Quotensieg für das Erste: Die Übertragungen der Wettbewerbe in Rio de Janeiro brachten der ARD den ganzen Freitagabend traumhafte Zuschauerzahlen. Zwischen 6,03 und 6,44 Millionen Sportbegeisterte verfolgten die Wettkämpfe, das entsprach Marktanteilen zwischen 20,9 und 25,4 Prozent.

Dagegen kam das ZDF nicht an. Die beliebten Serienklassiker, die sonst meist die höchsten Quoten an einem Freitagabend einfahren, mussten sich hinter dem Sport einreihen. Die Wiederholung einer Folge aus der Serie “Die Chefin” mit Katharina Böhm im Zweiten sahen 4,51 Millionen Zuschauer; das ergab einen Marktanteil von 16,2 Prozent. Eine Stunde später hatte die Krimiserie “Letze Spur Berlin” 3,86 Millionen Zuschauer (13,5 Prozent).

Nach Harting patzt auch Schwanitz

Nur Rang sechs statt Gold, Silber oder Bronze: Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz hat wenige Stunden nach dem bitteren Quali-Aus von Robert Harting für die zweite Riesen-Enttäuschung der deutschen Leichtathleten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gesorgt. Beim etwas überraschenden Sieg der Amerikanerin Michelle Carter, WM-Dritte 2015 in Peking, blieb die 30 Jahre alte Sächsin deutlich unter ihren Möglichkeiten.

Schwanitz, trotz Verletzungssorgen und Trainingsrückstand im Juli auch Europameisterin geworden, wirkte nach dem Wettkampf etwas ratlos. “Ich weiß auch nicht, ich glaube ich habe mich selbst unter Druck gesetzt, ich bin überhaupt nicht reingekommen in den Wettkampf. Ich habe einfach verkackt”, sagte die Weltmeisterin in der ARD mit einem Lächeln und behauptete: “Platz sechs ist nicht grottenschlecht. Die Weite hat halt nicht gestimmt.”

Dorothea Brandt scheidet im Freistil-Halbfinale aus

Freistilsprinterin Dorothea Brandt ist über die 50 Meter Freistil für ihr erstes Olympia-Finale nicht schnell genug gewesen. Die Essenerin wurde am Freitag in 24,71 Sekunden 14. des Halbfinales. Sie war sechs Hundertstelsekunden schneller als im Vorlauf. Nach zwei zuvor knapp verpassten Spielen hatte sich die 32-Jährige intensiv vorbereitet und wie die Weltspitze durch viel Krafttraining an Muskelmasse zulegt. Als Halbfinal-Schnellste geht die Dänin Pernille Blume nach ihren 24,28 Sekunden in den Endlauf. Das Rennen hatte verspätet begonnen, weil Medienberichten zufolge der Bus aus dem Olympischen Dorf zu spät in der Halle eingetroffen war.

Springer freuen sich auf Halbfinale – Grünes Wasser “kein Problem”

Die deutschen Kunstspringerinnen Tina Punzel und Nora Subschinski wollen sich im Olympia-Halbfinale vom Drei-Meter-Brett nicht vom grün schimmernden Wasser stören lassen. “Für mich ist das überhaupt kein Problem, das ist nicht schlimm. Ich bin der Meinung, die Wasserqualität wird von Tag zu Tag immer ein bisschen besser”, sagte die Berlinerin Subschinski. “Das ist für mich nicht störend.”

Am Donnerstag sei noch ein “ekliger, schmieriger Film” auf dem Wasser im Becken in Rio de Janeiro gewesen. Beim Vorkampf am Freitag sei das besser gewesen. “Vielleicht war es ganz gut, dass sie das Training am Freitagmorgen gecancelt haben”, sagte Subschinski. Die beiden Deutschen streben am Samstag (21.00 Uhr MESZ) das Finale an.

“Die letzten Tage war es schon ein bisschen merkwürdig”, sagte Punzel zum Wasser, “aber irgendwie hat man sich dran gewöhnt. Alle müssen damit zurecht kommen.” Von der Farbe sei es beim Vorkampf schon wieder besser gewesen, fand zumindest die Europameisterin von 2013.

Schwimm-Oldie Ervin schnellster Freistilsprinter bei Olympia

Anthony Ervin ist nun der älteste Schwimm-Olympiasieger. Der 35-jährige Amerikaner gewann am Freitag in Rio de Janeiro die 50 Meter Freistil in 21,40 Sekunden. Ervin hatte über diese Strecke bereits 2000 in Sydney Olympia-Gold geholt. Eine Hundertstelsekunde zurück schlug London-Olympiasieger Florent Manaudou als Zweiter an. Bronze ging an Nathan Adrian aus den USA. Der Essener Damian Wierling war im Vorlauf gescheitert.

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